Surron Light Bee 2: Technische Daten, Akku, Reichweite & Tuning
Die Surron Light Bee 2 ist die nächste Entwicklungsstufe eines der bekanntesten elektrischen Dirtbikes. Statt lediglich einzelne Komponenten der bisherigen Light Bee zu überarbeiten, setzt Surron auf eine umfassend weiterentwickelte Plattform mit neuem Elektromotor, größerem Akku, überarbeitetem Fahrwerk und moderner Elektronik.
Mit bis zu 24 kW Spitzenleistung, einem 78,5-V-Akku und einem fahrfertigen Gewicht von rund 65 kg in der Offroad-Version richtet sich die Light Bee 2 an Fahrer, die ein besonders leichtes, agiles und gleichzeitig leistungsstarkes E-Moto suchen.
In diesem Beitrag schauen wir uns die neue Surron Light Bee 2 im Detail an: technische Daten, Akku und Reichweite, Motor und Controller, Antrieb, Fahrwerk, Bremsen, Wartung, mögliche Schwachstellen und sinnvolle Tuningmöglichkeiten.
1. Was ist neu bei der Surron Light Bee 2?
Die Light Bee 2 ist keine gewöhnliche Modellpflege. Der Hersteller hat wesentliche Bereiche des Fahrzeugs weiterentwickelt, um mehr Leistung, bessere Kontrolle und eine modernere Bedienung miteinander zu verbinden.
Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
- Neuer EVO-2-Antrieb mit Hairpin-Elektromotor
- Bis zu 24 kW Spitzenleistung
- 78,5 V und 45 Ah Akkukapazität
- Rund 3,53 kWh Energieinhalt
- Verstärkter Antriebsstrang mit Getriebe und 520er-Kette
- Überarbeitetes Fahrwerk
- Hydraulische Scheibenbremsen mit leistungsfähigen Bremssätteln
- Modernes TFT-Farbdisplay
- Elektronische Fahrhilfen und einstellbare Rekuperation
- App-Anbindung bei entsprechenden Ausführungen
Die Light Bee 2 bleibt dabei dem Grundkonzept der Baureihe treu: kompakte Abmessungen, niedriges Gewicht und ein wendiges Fahrverhalten. Gleichzeitig steigt die verfügbare Motorleistung deutlich gegenüber der bisherigen Light Bee X.
2. Technische Daten der Surron Light Bee 2
Die folgende Übersicht orientiert sich an veröffentlichten Hersteller- und Händlerangaben. Je nach Ausführung, Markt und Zulassungsvariante können einzelne Werte abweichen.
| Merkmal | Technische Daten |
|---|---|
| Hersteller | Surron |
| Modell | Light Bee 2 |
| Fahrzeugtyp | Elektrisches Dirtbike / E-Moto |
| Motor | EVO-2 Hairpin-Elektromotor |
| Spitzenleistung | bis zu 24 kW |
| Drehmoment am Hinterrad | bis zu 410 Nm, je nach Herstellerangabe |
| Akku | Semi-Solid-State-Lithium-Ionen-Akku |
| Akkuspannung | ca. 78,5 V |
| Akkukapazität | 45 Ah |
| Energieinhalt | ca. 3,53 kWh |
| Reichweite | bis zu ca. 108 km bei konstant 40 km/h, Hersteller-/Händlerangabe |
| Beschleunigung | 0–50 km/h in ca. 1,8 Sekunden, Herstellerangabe |
| Gewicht Offroad-Version | ca. 65 kg |
| Gewicht Straßenversion | ca. 68 kg, je nach Ausführung |
| Sitzhöhe | ca. 830 mm |
| Vorderrad | 19 Zoll |
| Hinterrad | 18 Zoll |
| Vorderreifen | 70/100-19 |
| Hinterreifen | 3.00-18 |
| Vorderradfederweg | ca. 215 mm |
| Bremsen | Hydraulische Scheibenbremsen |
| Fahranzeige | TFT-Farbdisplay |
| Antrieb | Getriebe und verstärkte 520er-Kette, je nach Ausführung |
| Zulassungsvarianten | Offroad und straßenzugelassene Ausführungen erhältlich |
Wichtig: Die Angaben zur Reichweite sind keine Garantie für den Alltag. Auch bei der Spitzenleistung und beim Drehmoment sollte zwischen Herstellerangaben, Messbedingungen und der tatsächlichen Konfiguration des jeweiligen Fahrzeugs unterschieden werden.
3. Akku, Spannung und Reichweite
Der Akku gehört zu den interessantesten technischen Komponenten der Light Bee 2.
Mit rund 78,5 V, 45 Ah und 3,53 kWh bietet er mehr Energie als viele Akkus der bisherigen Light-Bee-Generation.
Die rechnerische Energie ergibt sich aus Spannung und Kapazität:
78,5 V × 45 Ah = 3.532,5 Wh
Das entspricht ungefähr 3,53 kWh.
Die neue Akku-Technologie soll eine hohe Energiedichte mit einer leistungsfähigen Energieversorgung verbinden. Für den Fahrer zählt jedoch nicht nur die Kapazität, sondern vor allem, wie lange das Fahrzeug die gewünschte Leistung unter realen Bedingungen bereitstellen kann.
Wie weit kommt die Surron Light Bee 2?
Für die Light Bee 2 werden Reichweiten von bis zu etwa 108 km bei konstant 40 km/h genannt.
Dieser Wert ist als günstiger Test- beziehungsweise Referenzwert zu verstehen. Beim sportlichen Offroad-Fahren können die tatsächlichen Reichweiten erheblich geringer ausfallen.
Entscheidende Einflussfaktoren sind:
- Fahrmodus und Leistungsabruf
- Fahrergewicht und Zuladung
- Steigungen und Untergrund
- Häufigkeit starker Beschleunigungen
- Außentemperatur und Akkutemperatur
- Reifenwahl und Reifendruck
- Zustand und Ladezustand des Akkus
Wer regelmäßig im leistungsstärksten Fahrmodus unterwegs ist, sollte nicht mit der maximal beworbenen Reichweite kalkulieren.
Wie lange dauert das Laden?
Für den Ladebereich von etwa 20 bis 80 Prozent werden je nach Quelle ungefähr zwei Stunden angegeben. Die tatsächliche Ladezeit hängt vom Ladegerät, der Temperatur und dem Ladezustand ab.
Der Akku sollte ausschließlich innerhalb der vom Hersteller vorgegebenen Temperatur- und Ladegrenzen geladen werden. Bei Beschädigungen, ungewöhnlicher Erwärmung oder auffälligem Geruch ist die Nutzung sofort zu unterbrechen.
4. Motor und Controller: Bis zu 24 kW Spitzenleistung
Der EVO-2-Antrieb ist eine der zentralen Neuerungen der Light Bee 2.
Mit bis zu 24 kW Spitzenleistung bewegt sich das Bike in einer Leistungsklasse, die für ein Fahrzeug mit rund 65 kg Gewicht außergewöhnlich ist.
Der Hairpin-Motor nutzt eine spezielle Wicklungstechnik, die auf eine hohe Leistungsdichte ausgelegt ist. Zusammen mit der Motorsteuerung soll sie eine direkte Leistungsabgabe und ein gut kontrollierbares Fahrverhalten ermöglichen.
Was bedeutet das beim Fahren?
Ein Elektromotor stellt seine Leistung ohne die typische Drehzahlcharakteristik eines Verbrennungsmotors bereit. Das Drehmoment steht schnell zur Verfügung, wodurch die Light Bee 2 aus langsamen Kurven und technischen Passagen kräftig beschleunigen kann.
Surron nennt für die Beschleunigung von 0 auf 50 km/h ungefähr 1,8 Sekunden. Solche Werte hängen von Traktion, Untergrund, Fahrergewicht und Fahrmodus ab.
Die hohe Leistung ist nicht nur auf schnellen Strecken interessant. Sie kann auch bei steilen Anstiegen und beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven Vorteile bringen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Reifen, Fahrwerk, Bremsen und Fahrtechnik.
Fahrmodi und elektronische Unterstützung
Die Light Bee 2 bietet je nach Ausführung verschiedene Fahrprogramme und elektronische Einstellmöglichkeiten.
Dazu gehören unter anderem:
- Unterschiedliche Leistungscharakteristiken
- Einstellbare Rekuperation
- Traktionskontrolle bei entsprechend ausgestatteten Versionen
- Elektronische Unterstützung für kontrolliertes Fahren
- App- beziehungsweise Displayfunktionen je nach Modell
Die genauen Funktionen und Einstellmöglichkeiten sollten anhand der Dokumentation der jeweiligen Version geprüft werden.
Wichtig: Eine angegebene Spitzenleistung ist nicht mit der dauerhaft verfügbaren Nennleistung gleichzusetzen. Gerade bei leistungsstarken E-Motos sind Temperaturmanagement, Stromversorgung und Software entscheidend.
5. Antrieb: Getriebe und verstärkte 520er-Kette
Ein besonders interessanter Punkt der Light Bee 2 ist die überarbeitete Kraftübertragung.
Für die neue Plattform werden ein Primärantrieb mit Getriebe und eine verstärkte 520er-Kette angegeben. Damit unterscheidet sich der Antriebsaufbau von Ausführungen der bisherigen Light Bee, bei denen ein Primärriemen zum Einsatz kommt.
Welche Vorteile bringt der neue Aufbau?
Ein Getriebeantrieb kann die Kraftübertragung kompakt und belastbar gestalten. Die verstärkte Kette ist auf die höheren Belastungen ausgelegt, die bei kräftiger Beschleunigung entstehen.
Entscheidend bleibt allerdings die Wartung.
Kontrolliert werden sollten insbesondere:
- Kettenspannung und Kettenfluchtung
- Zustand von Kette und Kettenrädern
- Verschleiß an den Antriebskomponenten
- Befestigungen und Lager
- Ungewöhnliche Geräusche beim Beschleunigen oder Lastwechsel
Die genauen Wartungsintervalle und Einstellwerte sollten aus der Anleitung der jeweiligen Light-Bee-2-Version übernommen werden.
Ist eine andere Übersetzung sinnvoll?
Eine Anpassung der Übersetzung kann das Fahrverhalten verändern.
Eine kürzere Übersetzung kann die Beschleunigung begünstigen, während eine längere Übersetzung den Drehzahl- beziehungsweise Geschwindigkeitsbereich verschiebt. Das Ergebnis hängt vom Zusammenspiel aus Motor, Controller, Akku, Radgröße und Einsatzgebiet ab.
Vor Änderungen sollte deshalb geklärt werden, ob der gewünschte Vorteil tatsächlich erreicht werden kann und welche zusätzliche Belastung für den Antrieb entsteht.
6. Fahrwerk und Handling
Das Fahrwerk ist bei einem leichten und leistungsstarken E-Moto besonders wichtig. Die Light Bee 2 kombiniert eine überarbeitete Vorderradgabel mit einem Hinterradfederungssystem, das auf sportliche Geländefahrten ausgelegt ist.
Für die neue Plattform werden rund 215 mm Federweg an der Front angegeben. Bei den Angaben zum Hinterradfederweg unterscheiden sich die Quellen teilweise, da zwischen Dämpferhub und tatsächlichem Radfederweg unterschieden werden muss.
Was macht ein gutes Fahrwerk aus?
Ein gut abgestimmtes Fahrwerk soll Unebenheiten aufnehmen, den Reifen möglichst lange am Boden halten und bei Belastung ausreichend Reserven bieten.
Besonders relevant sind:
- Federhärte passend zum Fahrergewicht
- Korrekte Federvorspannung
- Abstimmung der Druck- und Zugstufe
- Ausreichende Reserven bei Sprüngen und harten Landungen
- Stabilität beim Bremsen und in schnellen Kurven
Ein zu weiches Fahrwerk kann durchschlagen und beim Bremsen stark eintauchen. Eine zu harte Abstimmung kann dagegen auf Wurzeln und kleinen Unebenheiten den Grip verschlechtern.
Die Grundeinstellung sollte daher immer an Fahrergewicht und Einsatzgebiet angepasst werden.
19 Zoll vorne und 18 Zoll hinten
Die Radkombination mit 19 Zoll vorne und 18 Zoll hinten ist bei sportlichen Dirtbikes weit verbreitet.
Sie ermöglicht eine gute Kombination aus Lenkpräzision, Überrollverhalten und Reifenverfügbarkeit. Die tatsächliche Wirkung hängt allerdings stark von Reifenprofil, Karkasse, Luftdruck und Fahrwerksabstimmung ab.
Wer das Bike hauptsächlich auf hartem Boden, im Wald oder auf losem Untergrund fährt, sollte die Reifen entsprechend dem Einsatzgebiet auswählen.
7. Bremsen: Kontrolle bei hoher Leistung
Bei bis zu 24 kW Spitzenleistung ist eine gut funktionierende Bremsanlage unverzichtbar.
Für die Light Bee 2 werden hydraulische Scheibenbremsen mit leistungsfähigen Bremssätteln angegeben. Die genaue Ausstattung kann je nach Version variieren.
Regelmäßig kontrolliert werden sollten:
- Bremsbelagstärke
- Zustand und Verschleiß der Bremsscheiben
- Druckpunkt und Hebelweg
- Dichtheit der Bremsanlage
- Zustand der Leitungen und Anschlüsse
Nach längeren Abfahrten oder intensiven Bremsmanövern sollte die Temperaturentwicklung berücksichtigt werden. Eine leistungsfähige Bremsanlage kann ihre Wirkung nur dann zuverlässig entfalten, wenn Wartung, Beläge und Scheiben in Ordnung sind.
Die Rekuperation kann das Verzögerungsverhalten ergänzen, ersetzt aber nicht die mechanischen Bremsen.
8. Elektronik, Display und Konnektivität
Die Light Bee 2 erhält eine modernisierte Elektronik und ein TFT-Farbdisplay.
Je nach Ausstattung können Fahrinformationen, Akkustand und weitere Fahrzeugdaten angezeigt werden. Auch App-Funktionen und elektronische Assistenzsysteme gehören zu den Neuerungen der Plattform.
Für den Fahrer sind vor allem drei Dinge wichtig:
Übersicht: Relevante Informationen müssen während der Fahrt schnell erkennbar sein.
Bedienbarkeit: Fahrmodi und Einstellungen sollten nachvollziehbar und sicher bedienbar sein.
Zuverlässigkeit: Steckverbindungen, Kabel und Sensoren müssen auch bei Vibrationen und Geländeeinsatz zuverlässig funktionieren.
Bei elektrischen Problemen sollten Fehlermeldungen und mögliche Ursachen systematisch geprüft werden, statt wahllos Komponenten auszutauschen.
9. Wartung: Was sollte regelmäßig kontrolliert werden?
Auch wenn ein Elektromotor weniger klassische Wartungsarbeiten als ein Verbrennungsmotor benötigt, bleiben Fahrwerk, Bremsen, Räder und Antrieb mechanisch belastete Komponenten.
Nach Fahrten im Schlamm, bei Nässe oder nach härteren Landungen ist eine zusätzliche Sichtkontrolle sinnvoll.
Wartungscheckliste
- [ ] Bremsbeläge und Bremsscheiben kontrollieren
- [ ] Bremsdruckpunkt und Dichtheit prüfen
- [ ] Reifen auf Beschädigungen und korrekten Druck prüfen
- [ ] Radlager und Achsen auf Spiel kontrollieren
- [ ] Lenkkopflager prüfen
- [ ] Gabel und Dämpfer auf Undichtigkeiten untersuchen
- [ ] Kettenspannung und Kettenfluchtung prüfen
- [ ] Kette und Kettenräder auf Verschleiß kontrollieren
- [ ] Schraubverbindungen nach Herstellervorgabe prüfen
- [ ] Akkugehäuse und elektrische Anschlüsse kontrollieren
- [ ] Kabel, Sensoren und Bedienelemente prüfen
- [ ] Display und Fehlermeldungen kontrollieren
Für sicherheitsrelevante Verschraubungen sollten ausschließlich die zum jeweiligen Bauteil passenden Drehmomentwerte verwendet werden.
Akku richtig behandeln
Der Akku ist eine der teuersten Komponenten des Fahrzeugs. Deshalb sollten Beschädigungen und Auffälligkeiten ernst genommen werden.
Wichtig sind insbesondere:
- Herstellerseitige Temperaturgrenzen einhalten
- Nur geeignete Ladegeräte verwenden
- Akku und Steckverbindungen vor Beschädigungen schützen
- Keine eigenmächtigen Eingriffe in das Akkupaket vornehmen
- Auffällige Erwärmung oder Beschädigungen fachgerecht prüfen lassen
10. Mögliche Schwachstellen und wichtige Prüfpunkte
Für die Light Bee 2 liegen noch keine belastbaren Langzeitdaten vor, aus denen sich eine vollständige Liste typischer Serienfehler ableiten ließe.
Deshalb sollte zwischen bekannten technischen Eigenschaften und allgemeinen Prüfpunkten unterschieden werden.
Akku und Elektronik
Akku, Controller und Steckverbindungen arbeiten bei hohen Leistungsanforderungen unter erheblicher elektrischer und thermischer Belastung. Beschädigungen, Fehleranzeigen oder ungewöhnliche Erwärmung sollten nicht ignoriert werden.
Antrieb
Kette, Kettenräder und Getriebe müssen die hohen Lastwechsel aufnehmen. Eine falsche Kettenspannung oder mangelhafte Wartung kann Verschleiß und Geräuschentwicklung begünstigen.
Fahrwerk und Lager
Bei sportlichem Geländeeinsatz sollten Lager, Achsen, Gabel und Dämpfer regelmäßig auf Spiel, Undichtigkeiten und Beschädigungen geprüft werden.
Bremsanlage
Hohe Beschleunigung und häufige Verzögerungen beanspruchen die Bremsanlage. Verschleiß sollte rechtzeitig erkannt werden.
Wichtig: Diese Punkte sind sinnvolle technische Prüfkriterien, aber keine Behauptung, dass die Light Bee 2 in diesen Bereichen bekannte Serienprobleme hat.
11. Tuning und sinnvolle Upgrades
Die Light Bee 2 bringt bereits ab Werk eine hohe Spitzenleistung mit. Deshalb sollte bei Umbauten nicht allein die maximale Motorleistung im Mittelpunkt stehen.
Gerade bei einem leichten Fahrzeug können Reifen, Fahrwerk und Bremsen einen erheblichen Einfluss auf die tatsächliche Fahrbarkeit haben.
Fahrwerk
Eine individuelle Abstimmung auf Fahrergewicht und Einsatzgebiet kann Traktion, Kontrolle und Komfort verbessern.
Reifen
Die passende Reifenwahl kann auf losem Untergrund mehr bringen als eine weitere Leistungssteigerung. Profil, Karkasse und Luftdruck müssen zum Einsatzgebiet passen.
Ergonomie
Lenkerposition, Hebelstellung und Fußrastenposition beeinflussen die Kontrolle im Stehen und bei sportlicher Fahrweise.
Bremsen
Ein technisch einwandfreier Zustand und die richtige Abstimmung sollten Vorrang vor leistungsorientierten Umbauten haben.
Controller und Motor
Veränderungen an der Motorsteuerung können die Leistungsabgabe und das Ansprechverhalten verändern. Dabei müssen Akku, Strombelastbarkeit, Kühlung und weitere elektrische Komponenten zusammenpassen.
Eine höhere Spitzenleistung ist nicht automatisch mit besserer Beschleunigung unter allen Bedingungen gleichzusetzen. Häufig begrenzen Traktion und Fahrwerksabstimmung den nutzbaren Vortrieb.
Hinweis für Deutschland: Änderungen an Leistung, Höchstgeschwindigkeit und weiteren genehmigungsrelevanten Eigenschaften können die Betriebserlaubnis beeinflussen. Bei einer straßenzugelassenen Ausführung müssen die rechtlichen Voraussetzungen vor einem Umbau geklärt werden.
12. Offroad-Version oder Straßenzulassung?
Die Light Bee 2 wird in unterschiedlichen Ausführungen angeboten. Für die Entscheidung ist deshalb wichtig, ob das Bike ausschließlich im Gelände oder auch im öffentlichen Straßenverkehr eingesetzt werden soll.
Light Bee 2 X – Offroad
Die Offroad-Version ist für den Einsatz auf geeigneten Geländestrecken vorgesehen. Sie darf nicht allein aufgrund ihrer technischen Ausstattung als straßenzugelassen betrachtet werden.
Light Bee 2 L3e – Straßenversion
Die L3e-Ausführung wird mit Straßenzulassung angeboten. Maßgeblich sind die konkrete Genehmigung und die Angaben in den Fahrzeugpapieren.
Bei einer zugelassenen Version müssen die genehmigte Leistung, die zulässige Höchstgeschwindigkeit und die übrige Ausstattung den jeweiligen Vorgaben entsprechen.
Vor dem Kauf sollte deshalb geklärt werden:
- Welche Ausführung wird angeboten?
- Welche Angaben stehen in den Fahrzeugpapieren?
- Welche Fahrerlaubnis ist erforderlich?
- Welche Umbauten sind zulässig?
- Welche Versicherungs- und Zulassungsvorgaben gelten?
Eine offene Offroad-Konfiguration ist nicht automatisch für den öffentlichen Straßenverkehr geeignet.
13. Häufige Fragen zur Surron Light Bee 2
Wie viel Leistung hat die Surron Light Bee 2?
Die Spitzenleistung wird mit bis zu 24 kW angegeben. Die dauerhaft verfügbare Nennleistung ist davon zu unterscheiden.
Wie groß ist der Akku?
Der Akku bietet rund 78,5 V und 45 Ah. Der Energieinhalt liegt bei etwa 3,53 kWh.
Wie weit kommt man mit einer Akkuladung?
Als Referenzwert werden bis zu etwa 108 km bei konstant 40 km/h genannt. Beim sportlichen Offroad-Fahren kann die Reichweite deutlich geringer ausfallen.
Wie schwer ist die Light Bee 2?
Für die Offroad-Version werden rund 65 kg angegeben. Die Straßenversion kann abhängig von der Ausstattung schwerer sein.
Wie schnell fährt die Light Bee 2?
Die Höchstgeschwindigkeit hängt von Ausführung und Konfiguration ab. Für bestimmte straßenzugelassene Varianten werden bis zu 90 km/h angegeben. Die genehmigte Geschwindigkeit des konkreten Fahrzeugs ist maßgeblich.
Was ist der Unterschied zur bisherigen Light Bee X?
Die Light Bee 2 bietet unter anderem einen neuen Antrieb, mehr Spitzenleistung, einen größeren Akku, einen überarbeiteten Antriebsstrang und modernisierte Elektronik.
Hat die Light Bee 2 einen Riemenantrieb?
Für die neue Plattform wird ein Primärantrieb mit Getriebe und eine verstärkte 520er-Kette beschrieben. Die konkrete Ausführung sollte anhand der technischen Unterlagen geprüft werden.
Ist die Light Bee 2 für Anfänger geeignet?
Das hängt von Erfahrung, Fahrkönnen und Einsatzgebiet ab. Die hohe Spitzenleistung verlangt eine kontrollierte Fahrweise. Anfänger sollten mit einer zurückhaltenden Einstellung auf geeignetem Gelände beginnen.
Kann man die Light Bee 2 tunen?
Technische Anpassungen sind grundsätzlich denkbar. Ob sie sinnvoll und zulässig sind, hängt von der Komponente, dem Einsatzgebiet und der jeweiligen Zulassung ab.
14. Fazit: Ist die Surron Light Bee 2 die neue Referenz?
Die Surron Light Bee 2 kombiniert ein niedriges Fahrzeuggewicht mit einem leistungsstarken Elektroantrieb und einer deutlich weiterentwickelten technischen Plattform.
Besonders interessant sind der 78,5-V-Akku mit rund 3,53 kWh, die Spitzenleistung von bis zu 24 kW, der überarbeitete Antriebsstrang und die modernisierte Elektronik.
Ob die Light Bee 2 tatsächlich die bessere Wahl gegenüber der bisherigen Light Bee ist, hängt vom Einsatzzweck ab. Wer ein leichtes und wendiges E-Moto sucht, erhält eine Plattform mit erheblichen Leistungsreserven. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Fahrtechnik, Wartung und die Abstimmung der Komponenten.
Für sportliches Offroad-Fahren sind Reifen, Fahrwerk und kontrollierbare Leistungsabgabe besonders wichtig. Für den Straßenbetrieb stehen dagegen die konkrete Zulassung und der genehmigte technische Zustand im Mittelpunkt.
Jetzt seid ihr dran:
Wer hat die neue Surron Light Bee 2 bereits gefahren oder bestellt?
- Wie beurteilt ihr die Leistungsentfaltung?
- Welche Reichweite erreicht ihr im Alltag?
- Wie schlägt sich das neue Fahrwerk im Gelände?
- Was haltet ihr vom neuen Antrieb mit Getriebe und 520er-Kette?
- Welche Upgrades würdet ihr als Erstes vornehmen?
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